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Erstmals war die Schmuckstrickerei Kettenherz beim Kunst- und Designmarkt im Ofenwerk Nürnberg vertreten und das Wochenende war wirklich eine heiße Sache: Geschätzt 8000 Besucher kamen an den zwei Tagen in die alte Industriehalle aus den 1920er Jahren zum Schauen und Kaufen – da war richtig was los! 130 Aussteller zeigten ihre Besonderheiten aus vielen Bereichen: Die kleinsten Teilchen dürften die Tomatensamen gewesen sein, die ein Münchner hier feilbot, zu den wohl größten Stücken gehörten unter anderem aus einem Baumstamm herausgearbeitete „Wellen“ aus Holz. Mittendrin – zwischen Fotografie und Likör – ich mit meiner Schmuckstrickerei. In den Hallen daneben waren Oldtimer untergestellt – fast genauso schön bunt wie der ganze Markt. Ein Foodtruck und Liegen zum Chillen vor dem Eingang der Halle ergänzten das Angebot, denn: Pause muss sein.
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Manchmal lasse ich beim Stricklieseln meine Stoppuhr mitlaufen. Und beim Blick auf dieselbe frage ich mich – gerade bei so einem filigranen Stück wie diesem Regenbogenring - warum das so lange dauert. Dabei weiß ich die Antwort ja nur zu gut: Der Draht ist nur 0,25 Millimeter dünn, die Maschen sind eng gesetzt und wenn noch Perlen mit eingearbeitet werden, wird der Platz noch enger. Das braucht dann halt volle Konzentration und große Vorsicht, denn der Draht soll bloß nicht reißen – dann ginge ja wieder alles auf Null. Nur über eines wundere ich mich aber bei diesen filigranen Arbeiten nicht: Dass man nicht lange am Stück stricken kann – und die Hände immer wieder eine Pause brauchen. Aber: Das Stück will fertig werden – schließlich soll es am Wochenende mit zum Kunst- und Designmarkt nach Nürnberg fahren.



